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Die Verantwortung des Fotografen

Die Verantwortung eines Fotografen 

Wir leben in einer Zeit, wo Wissen sehr einfach im Internet abzugreifen ist: Viele tolle Blogbeiträge und Videotutorials von großartigen (und meist sehr erfahrenen) Fotografen, die den Einstieg in das fotografische Universum ungemein erleichtern. Im Vordergrund steht somit nicht mehr das frustrierende „Try and Error“!

Und dieses Easy-Learning ist vielleicht auch dafür verantwortlich, dass „man“ etwas den Respekt vor diesem wunderbaren Handwerk verloren hat. Ich beobachte, dass sich manche Einsteiger in der (People)Fotografie dieses verfügbare Wissen eben mal schnell aneignen wollen, um dann genau so schnell Geld damit zu verdienen. 

Schon nach kurzer Lern- und eben auch Erfahrungsphase geben sich einige davon schon als Profifotografen aus. 

Klar mit etwas Hilfe lässt sich recht einfach ein ansprechendes Portfolio aufbauen. Man bucht den ein oder anderen Workshop bei einem „guten“ Fotografen. Hier werde die Zutaten für ein gutes Foto portionsgerecht serviert: Model, Location, Licht und sogar die Info für das geeignete Objektiv und die ansprechende Perspektive. Nur noch draufhalten und die fertigen Fotos für den ansprechenden Internet-/Social-Media-Auftritt verwenden. 

Noch viel schlimmer: Einige davon bieten schon nach kurzer Zeit selbst Coachings und Workshops zur Fotografie an. Spätestens da endet dann mein Verständnis für dieses (übersteigerte) Selbstbewusstsein. 

Wo bleibt denn da die Verantwortung des Fotografen gegenüber dem Kunden? 

Egal ob sich Menschen einem anvertrauen um sich fotografieren zu lassen oder um das Fotografieren zu erlernen bzw. weiterzuentwickeln: Jeder sollte mit der zur Verfügung gestellten Dienstleistung verantwortungsvoll umgehen und sich immer wieder auch selbst hinterfragen, ob man (schon) in der Lage ist, diese zu erbringen. Ich hinterfrage das selbst noch nach 15 Jahren intensiver Fotografie! 

Fotografie ist aber gerade auch Persönlichkeit!

Wie in allen kreativen Bereichen sollte man als Künstler diese doch erst einmal entwickeln.  Und eine solche fotografische Entwicklung dauert halt nicht nur ein paar Monate. Im besten Fall (persönliche Einstellung) endet sie nämlich nie. Nur mit entsprechender Erfahrung ist man doch erst in der Lage, flexibel auf ungeplante Situationen schnell und kreativ zu reagieren. Es sind gerade die vielen (selbst gemachten) Fehler, die einem die nötige Erfahrung geben. Das geht nicht von heute auf morgen. 

Es geht aber nicht nur darum, die Technik intuitiv bedienen zu können, während man mit einem Menschen interagiert. Noch wichtiger sind für mich die weichen Faktoren, denn die Technik ist ja nur das Mittel zum Zweck, auf dem Weg zu inspirierenden und ausdrucksstarken Fotos. 

Es braucht schon ein „fotografisches Gespür“. Gespür für den entscheidenden Moment, für das passende Licht, die Perspektive und in der Peoplefotografie natürlich für den Menschen vor der Kamera. 

Jeder der fotografiert muss das alles für sich selbst bewerten und natürlich auch die Verantwortung dafür übernehmen, gerade wenn man Geld mit der Fotografie verdient bzw. verdienen möchte. Aber vielleicht können diese kritischen Zeilen doch etwas zum Nachdenken anregen bzw. der Sensibilisierung dienen. 

Ich wünsche Euch auf jeden Fall stets viel Leidenschaft und schöne Momente sowie tollte Erfahrungen mit der Fotografie! 

Gerne darf man diesen Beitrag natürlich auch kommentieren. Auch kritisch 😉 

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