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ONE-LIGHT-SETUP (PART 2)

Eine einfache und somit schlankes One-Light-Setup bedeutet nicht ein langweiliges oder schlechtes Bildergebnis – ganz im Gegenteil!

Wie ich im ersten Artikel (https://www.spiegelschlag.eu/one-light-setup-nr-1/) schon geschrieben habe, sollte man sich zunächst mit den Basics der Lichtführung vertraut machen, bevor man sich an komplexe Lichtsetups mit mehreren Blitzköpfen heran wagt.

Für mein Verständnis ist in der Fotografie die Reduktion auf das Wesentliche sowieso immer eine gute Wahl.

Mit der richtigen Lichtführung und dem „passenden“ Lichtformer lassen sich gerade mit nur einer Lichtquelle ansprechende und vor allen Dingen sehr authentische Bildergebnisse erzielen!

Ganz gleich ob ich eine Person stehend oder liegend mit Blitzlicht ausleuchte, ich achte immer auf eine natürliche Lichtsetzung, also darauf dass die Schatten im Gesicht von oben nach unten verlaufen. Deshalb wurde der Blitzkopf auch auf der Kopfseite platziert.

Apropos „passender“ Lichtformer: Die Lichtcharakteristik (weich oder hart) sollte die Bildaussage unterstützen. Für diese provokant sinnliche Inszenierung wollte ich deshalb gerade keinen „soften“ Lichtformer. Ausgeprägtere Schattenverläufe und somit ein höherer Bildkontrast unterstützen diese Bildaussage viel besser.

Der Beauty Dish ist aufgrund seiner kleinen Bauform ja eigentlich für Portraitraufnahmen gedacht. Aber wie man sieht lässt er sich auch sehr gut „zweckendfremden“. Kreativität ist für mich auch bei der Wahl des Lichtformers angesagt.

Natürlich müssen wir dabei in Kauf nehmen, dass wir mit dieser kleinen Lichtquelle nicht den ganzen Körper gleichmäßig ausleuchten können und es zu einem Lichtabfall kommt.

Die hohe Anordnung des Blitzkopfes und die weiße Studiowand/Studiodecke, die wie ein großer Aufheller wirken, kompensieren diesen Lichtabfall aber sehr gut, sodass eine spätere Angleichung nicht notwendig war.

Helligkeitsverläufe sind aber generell kein großes Problem, da sie ganz einfach mit dem Verlaufsfilter in Camera-Raw ausgeglichen werden können. Aber wer sagt eigentlich, dass das Model immer gleichmäßig ausgeleuchtet sein muss!

Das etwas fokussiertere (härtere) Licht dieses Lichtformers sorgt auch dafür, dass die Haut stärkere Glanzstellen bekommt, als dies mit einer Softbox der Fall wäre. Und auch das passt für mein Verständnis zum Bildlook. Dies wurde durch das partielle Auftragen von Hautlotion noch verstärkt.

Mit der Technik „Dodge & Burn“ habe ich diese Glanzlichter in Photoshop noch etwas verstärkt. Zusätzlich aber auch die Kontraste im gesamten Bild, da dieses s/w-Foto aus meiner Sicht etwas mehr vertragen kann.

By the Way: Auch dieses Foto wurde im RAW-Konverter in s/w umgewandelt. Spezielle Filter nutze ich hierfür schon länger nicht mehr.

Und noch ein kleiner Tipp: Ich habe das Bettlaken absichtlich zerknittert. Zum einen ist es für mich authentischer und zum anderen gibt so eine schöne Struktur durch die Schattenbildung an den Falten! Oft sind es für mich gerade solche Kleinigkeiten, die ein ansprechendes Bild ausmachen.

Ich hoffe ich konnte euch mit diesem Beitrag einige nützliche Infos und interessante Einblicke in dieses Shooting geben. Falls ja, dann lass mich das wissen. Gerne in Form eines Likes oder eines Kommentars – vielen Dank. Konstruktive Kritik ist natürlich auch immer sehr willkommen.

Nun viel Spaß bei der Umsetzung dieses Lichtsetups.

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