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TWO-LIGHT-SETUP (Part 1)

Dieses Foto von der großartigen Flavienne wurde mit einem sogenannten Zangenlicht erstellt: Links und rechts des Models waren auf gleicher Position zwei identische Lichtformer aufgestellt (Two-Light-Setup).

Um eine gleichmäßige Ausleuchtung über beide Seiten des Körper zu erzielen, waren die Blitzköpfe auf die gleiche Leistung eingestellt und mit sogenannten Striplights ausgerüstet. Diese schmalen und länglichen Lichtformer (hier 1,80 m lang) sind genau für eine solche Ausleuchtung gedacht.

TIPP: Solche Striplights kann ich euch wärmstens für die Studiofotografie an´s Herz legen. Dann aber bitte mit einer ordentlichen Länge, damit ihr das Licht auch über einen ganzen Körper bringen könnt. Gerade in der Akt- und Dessousfotografie sind damit tolle Lichtsetups möglich!

In diesem Beispiel standen die Lichtformer aber nicht seitlich vom Model wie beim klassischen Zangenlicht, sondern halb schräg vorne (siehe Foto). Somit befinden sie die Lichtkanten schon fast in der Mitte der Oberschenkel. Damit habe ich erreicht, dass die Schatten an den Innenseiten nicht absaufen und noch Zeichnung haben. Zusätzlich entstehen hierdurch weitere Lichtkanten an den Innenseiten (Hintern und Oberschenkel), die jeweils durch das gegenüberliegende Licht erzeugt wurden. Diese Ausleuchtung finde ich sehr edel.

Wichtig bei solchen Lichtsetups ist mir, dass die Ausleuchtung sehr symmetrisch ist. Um das zu erreichen, sollte man sich etwas Zeit nehmen, um die beiden Lichtquellen genau zu justieren. Natürlich ist bei diesem Licht wichtig, dass das Model sich dann nicht mehr von der Stelle bewegt.

Um das Licht besser zu richten, den Lichtkegel also sehr eng zu halten, befanden sich in den Lichtformern sogenannte Waben. Mit diesem Zubehör, was man direkt vor dem Diffusor anbringt, verhindert man, dass (ungewollt) Licht in den Raum fällt und unkontrolliert zurück reflektiert wird (z.B. weiße Wände/Decke bei kleinen Räume) oder aber der schwarze Hintergrund dadurch aufgehellt wird und somit nicht mehr wirklich schwarz ist.

Was immer wieder angenommen wird, dass eine Wabe das Licht auch härter macht stimmt nicht! Waben engen die Streuung des Lichts und damit den Lichtkegel lediglich ein. Das Licht wird in der Weichheit bzw. der Härte aber nicht verändert. Das Licht aus einer Softbox ist und bleibt auch mit einer Wabe weich.
Wabeneinsätze gibt es übrigens in verschiedenen Gradzahlen. Je kleiner die Gradzahl, umso enger der Lichtstrahl!

Um trotz des weichen Lichts aber ausgeprägte Reflektionen/Lichtkannten zu erzeugen, habe ich den Körper von Flavienne mit Wasser eingesprüht. Der feine Wasserfilm sorgt zusätzlich für diesen schönen Glanz. Und das sieht gerade auf dunkler Haut sehr edel aus.

TIPP: Beim Besprühen muss man jedoch sehr behutsam vorgehen. Der Sprühstrahl sollte sehr fein eingestellt sein und man darf nicht zu dicht an den Körper gehen. Sonst werden die Tropfe zu groß und fließen dann in einem Rinnsal unschön nach unten.

Und gerade weil dieses Shooting sehr statisch ist, wollte ich noch etwas Dynamik in das Foto bringen. So bat ich das Model, den Kopf hin und her zu bewegen, um dieses wunderbaren Schwung in ihren Haaren zu erzielen. Das kleine I-Tüpfelchen also.

TIPP:  Tipps zu mehr Dynamik mit Haaren findet ihr hier:

Mit Dynamik zu authentischen Potraitfotos

Somit ist der „Zauber“ dieses Fotos enthüllt.

Wenn ich euch mit diesem Beitrag etwas von meiner Erfahrung mitgeben konnte und euch der Beitrag gefallen hat, dann lasst es mich wissen – in Form eines Likes oder Kommentars. Vielen Dank.

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