Wenn Realität auf Fiktion trifft
Die Grenzen zwischen klassischer Fotografie und digitaler Bildgestaltung verschieben sich. Besonders in der (künstlerischen) Peoplefotografie entstehen durch den kreativen Einsatz von KI neue Möglichkeiten, wenn reale Fotos mit fiktionalen Elementen kombiniert werden. Dieses Bild ist eine solche Kombination und besteht aus einer realen Aufnahme und einer bewusst gestalteten, künstlichen Welt.
Denn: „Nicht alles, was ein Bild erzählt, muss real existieren – aber es muss sich wahr anfühlen.“
Der Ursprung: Ein reales Foto als emotionaler Kern
Am Anfang stand ein klassisches Fotoshooting.
Eine reale Person, eine klare Bildidee, eine bewusste Pose und dazu eine kontrastreiche Lichtsetzung. Eine schwarz-weiß-Aufnahme lebt schließlich auch von ausgeprägten Schatten.
Die Kamera fing nicht nur eine äußere Erscheinung ein, sondern eine innere Haltung: Ruhe, Stärke, Präsenz.
In der Peoplefotografie ist genau das entscheidend. Bevor Technik oder Nachbearbeitung eine Rolle spielen, muss der Mensch im Bild „funktionieren“. Glaubwürdig, spürbar, authentisch.
Dieses Originalfoto bildete den emotionalen Anker für alles was folgte.

Die Vision: Eine Landschaft, die Gefühle sichtbar macht
Schon während der Aufnahme war klar: Der reale Ort kann die innere Stimmung nicht vollständig tragen.
In der Vorstellung existierte deshalb bereits eine andere Umgebung, die diese Stimmung unterstützt:
- eine weite, trübe Landschaft
- Nebel, der Tiefe und Ungewissheit erzeugt
- alte, dürre Bäume als Symbol für Vergänglichkeit
- Stille statt Ablenkung
„Die Umgebung sollte kein steriler Hintergrund sein, sondern ein Spiegel des Inneren.“
Genau hier beginnt der fiktionale Teil des Bildes, als Erweiterung der Realität.
Mit KI kreative Bildideen in der Peoplefotografie erzeugen
Künstliche Intelligenz wird oft missverstanden.
In diesem Projekt war sie kein Ersatz für Fotografie, sondern ein kreatives Werkzeug, um eine bereits existierende Bildidee umzusetzen.
Die KI unterstützte bei:
- der Erschaffung einer symbolischen Landschaft
- der Verstärkung von Stimmung und Tiefe
- der visuellen Übersetzung abstrakter Emotionen
„KI generiert keine Ideen – sie visualisiert sie.“
Die Kontrolle blieb jederzeit beim Menschen. Jede Veränderung wurde in diesem Foto bewusst entschieden, geprüft und weiter verfeinert.
Kontrolle, Sprache und Präzision im KI-Workflow
Ein entscheidender Aspekt der Arbeit mit KI ist Sprache. Um ein bestimmtes Bild zu erzeugen, muss die Vision klar formuliert werden.
Mit Hilfe von Ergänzungen wie „mehr Nebel“, „mehr Weite“ und „mehr Leere“ wurde das Endergebnis schließlich erreicht.
Jede Anpassung der sog. Prompts zwingt dazu, die eigene Bildidee präzise zu formulieren. Dieser Prozess ähnelt dem klassischen Bildaufbau, nur auf einer konzeptionellen Ebene.
„KI ist kein Zufallsgenerator, sondern ein Spiegel der eigenen Klarheit.“
Die Kombination aus Fotografie und Fiktion
Die Stärke dieses Bildes liegt im Zusammenspiel:
- Realität liefert Glaubwürdigkeit
- Fiktion schafft Bedeutung
- KI verbindet beides
Die Person bleibt real.
Die Emotion bleibt echt.
Die Umgebung wird zur Metapher.
Gerade in der Fine-Art-Peoplefotografie eröffnet diese Kombination neue Wege des Storytellings.
Storytelling in der modernen Peoplefotografie
Moderne Fotografie muss nicht dokumentieren, sie darf erzählen.
Durch den kreativen Einsatz von KI in der Peoplefotografie lassen sich:
- innere Zustände visualisieren
- symbolische Welten erschaffen
- narrative Bildserien entwickeln
„Ein gutes Bild zeigt nicht nur, wer jemand ist, sondern wo er innerlich steht.“
Dieses Foto ist keine Momentaufnahme, sondern eine Erzählung über Stärke, Hoffnung und Weite.
Fazit: KI als kreative Unterstützung, nicht als Ersatz für die Umsetzung von Bildideen
Künstliche Intelligenz verändert die Fotografie, aber sie ersetzt nicht den kreativen Blick, die Erfahrung oder die emotionale Verbindung zwischen Fotograf und Motiv. Sie erweitert lediglich die Möglichkeiten, verstärkt und ermöglicht kreative Bildideen und macht Unsichtbares sichtbar.
Fazit: Für mich liegt genau hier die Zukunft der künstlerischen Peoplefotografie: In der bewussten Verbindung von realem Foto, fiktionaler Bildwelt und KI-gestützter Umsetzung.
„Die Technik kann das Bild formen, aber die Vision bleibt menschlich.“
Ich hoffe ich konnte dir mit diesem Beitrag etwas Anregung geben, Fotos mit KI (ganz bewusst) weiter zu entwickeln. Viele Spaß?
Hier findest du einen weiteren Beitrag, der sich mit Kreativität in der Peoplefotografie beschäftigt: https://www.spiegelschlag.eu/kreativitaet-ist-gefragt-in-der-peoplefotografie/
Anmerkung:
In meine Beiträge investiere ich sehr viel Herzblut, um euch einen unzensierten und vor allen Dingen interessanten Einblick in meine langjährigen Erfahrungen in der Peoplefotografie zu geben. Ich hoffe sehr, dass mir das auch gelingt.
Eure Rückmeldung ist deshalb für mich sehr wichtig. Wenn euch der Beitrag gefällt, freue ich über ein Like oder einen (ehrlichen) Kommentar. Sicher kennt ihr weitere Fotografen, für die der Beitrag interessant wäre – einfach weiterleiten. Herzlichen Dank!


